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| Leitbild |
Der Einsatz von kurativen und präventiven Leistungen setzt vielfältige Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Auswertung voraus. Die Anforderungen an die Medizinalfachberufe sind in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Die stetigen Veränderungen in den kurativen und rehabilitativen Versorgungsstrukturen sowie die steigende Bedeutung von Maßnahmen zur Prävention von Krankheiten bzw. gesundheitlichen Störungen fordern von den Berufsangehörigen der Physiotherapie erweiterte Qualifikationen. Angesichts dieser Entwicklung wurde 1994 die AG Prävention im ZVK gegründet. Die Prävention gehört zum physiotherapeutischen Aufgabengebiet und war infolgedessen immer ein wichtiges Handlungsfeld für Physiotherapeuten. Waren es zu Anfang der AG noch wenige Physiotherapeuten, die neben dem klassischen Repertoire auch Präventionskurse anboten, so hat sich das im Laufe der Gesundheitsreformen und deren Auswirkungen, z.B. durch den Heilmittelkatalog, mehr und mehr entwickelt. Interessierte Physiotherapeuten können mittlerweile auf ein breites Angebot von Methoden und Konzepten sowie entsprechende Fortbildungsangebote der AG Prävention zurückgreifen. Denn von Anfang an hat sich die AG mit einer Vielzahl von Projekten unablässig bemüht, den Bereich der Prävention als "4. Säule im Gesundheitswesen" (Zitat Ulla Schmidt) für Physiotherapeuten zu besetzen, um für sie ein weiteres berufliches "Standbein" zu etablieren. Das bedeutete, konkrete Konzepte zu entwickeln, um auf dem Gesundheitsmarkt als qualifizierter Anbieter auftreten zu können.Das umfangreiche Fortbildungsangebot der AG Prävention im ZVK reicht von kindlicher Entwicklung, über den Kindergarten, Schule bis ins hohe Alter. "Die Präventionsangebote sind von unserer Arbeitsgemeinschaft fortwährend im Laufe der Jahre erweitert worden", betont der AG-Leiter und Autor verschiedener Fachbücher. Ein wichtiges Standbein war schon immer die Rückenschule sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die heute "Haltungs- und Bewegungsförderung für Erwachsene - Bewegungskonzept gesunder Rücken" bzw. "Haltungs- und Bewegungsförderung für Kinder- Bewegungskonzept gesunder Kinderrücken" heißen. Hier gibt es nach wie vor die größte Nachfrage bei den Fortbildungen und Seminaren, die die AG Prävention anbietet sowie bei den Endverbrauchern, den Klienten. Im Bereich der Primärprävention ist z.B. das Konzept "Kindliche Entwicklung im ersten Lebensjahr" sehr erfolgreich. Hier erhalten Eltern Tipps, wie sie eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder fördern können. Des Weiteren sind zu nennen das "Gesunde Walking und Jogging", das "Gesunde Nordic Walking" sowie "CardioFit" - ein Angebot zum Herz-Kreislauf-Ausdauertraining im Sinne einer funktionellen Aerobic und Step-Aerobic. Neuere wie "AdiPositas - Bewegungsförderung bei Übergewicht" sowie "Aqua-Fitness, Aqua-Fit und Aqua-Jogging", die sich noch in der Konzeptphase befinden, sind in dem Modell "Präventions- und Gesundheitstrainer des ZVK" integriert. Ebenso neu ist "Fit ins Alter, Fit im Alter" sowie auch der Kurs "PhysioRelax" zur Stressbewältigung sowie Stressreduktion. Darüber hinaus gibt es seit mehreren Jahren Angebote im Sekundärbereich, die gemeinsam mit den Deutschen Selbsthilfegruppen entwickelt wurden, u.a. zu Osteoporose, Parkinson sowie Morbus Bechterew. Nicht zu vergessen ist die Weiterbildung zum ErgoPhysConsultant® - der physiotherapeutische Arbeitsplatzberater des ZVK. Die spezielle Verknüpfung ergonomischen Handelns mit physiotherapeutischen Strategien macht den ErgoPhysConsultant® zu einem qualifizierten Partner im Team von Arbeitsmedizinern, Sicherheitsingenieuren, Fachkräften für Arbeitssicherheit, Betriebs- und Personalräten, Personalleitern und Kostenträgern. Durch ihre qualifizierte fachliche Ausbildung zum Physiotherapeuten und die zusätzliche spezielle Weiterbildung ErgoPhysConsult® sind ErgoPhysConsultant® in der Lage, Bewegungsabläufe im Arbeitssystem zu analysieren, eventuelle unphysiologische Bewegungsmuster zu erkennen und abzubauen. Bereichert wird dieses Konzept über die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Betrieben. Mit diesem Konzept hat der ZVK eine Marktlücke erkannt und besetzt. "Hier haben wir eine Weiterbildung entwickelt, die sich in Deutschland seinesgleichen sucht", so Lehmann. Die Nachfrage für diese Weiterbildung ist groß, denn es handelt sich um ein neues Betätigungsfeld, bei dem das Know How und die Fachkompetenz auch außerhalb der klassischen Therapie hervorragend eingesetzt werden kann und das verordnungsfrei, wie auch bei den anderen genannten Angeboten. Dies gibt den Physiotherapeuten einen größeren Gestaltungsraum. Die EPC- Konzepte sind so ausgerichtet, dass sie sowohl ohne als auch mit finanziellen Förderungsmöglichkeiten den gesetzlichen Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern und Berufsgenossenschaften durchgeführt werden können. In diesem Sinne hat der ZVK auf dem Verbandstag Mai 2004 in Heidelberg das sog. Präventions- und Gesundheitstrainer-Modell verabschiedet. "Seit meiner Übernahme der AG Prävention im ZVK 2002 habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Angebote für den primär- oder sekundärpräventiven wie Rückenschule und Kinderrückenschule, Kindliche Entwicklung, Osteoporose, Parkinson und im Bereich der neurologischen Muskelerkrankung nicht ausreichen, erklärt Lehmann. "Wir müssen ein Modell haben, das mehrere Gebiete umfasst." Das Präventions- und Gesundheitstrainer-Modell des ZVK beinhaltet einzelne Bausteine von verschiedenen Themenbereichen innerhalb der Primärprävention. Es gibt dem Physiotherapeuten die Chance, sich in der Gesundheitsförderung zu qualifizieren und ermöglicht ihm eine gewisse Flexibilität, ihr Praxisangebot für ihre Kunden zu erweitern. Die Hürden sind dabei gering. Die Physiotherapeuten können statt einer Vielfalt von Grundkursen ein Seminar belegen, z.B. mit dem Themenbereich Nordic Walking, in dem sie sich qualifizieren wollen. Um erfolgreich zu sein, bedarf es aber auch zusätzlicher Qualifikationen: Wie betreibe ich meine Außendarstellung, wie mache ich Akquise, wie präsentiere ich mich gegenüber möglichen potentiellen Auftraggebern. Daher werden nicht nur fachliche Inhalte vermittelt, sondern auch organisatorische, betriebswirtschaftliche sowie werbe- und marketingstrategische Aspekte. Von allen Fort- und Weiterbildungsangeboten des ZVK, die über die Physio-Akademie organisiert werden, sind diese Kurse am meisten gefragt und dementsprechend mit Wartelisten versehen. |


Die Prävention gehört zum physiotherapeutischen Aufgabengebiet und war infolgedessen immer ein wichtiges Handlungsfeld für Physiotherapeuten. Waren es zu Anfang der AG noch wenige Physiotherapeuten, die neben dem klassischen Repertoire auch Präventionskurse anboten, so hat sich das im Laufe der Gesundheitsreformen und deren Auswirkungen, z.B. durch den Heilmittelkatalog, mehr und mehr entwickelt. Interessierte Physiotherapeuten können mittlerweile auf ein breites Angebot von Methoden und Konzepten sowie entsprechende Fortbildungsangebote der AG Prävention zurückgreifen. Denn von Anfang an hat sich die AG mit einer Vielzahl von Projekten unablässig bemüht, den Bereich der Prävention als "4. Säule im Gesundheitswesen" (Zitat Ulla Schmidt) für Physiotherapeuten zu besetzen, um für sie ein weiteres berufliches "Standbein" zu etablieren. Das bedeutete, konkrete Konzepte zu entwickeln, um auf dem Gesundheitsmarkt als qualifizierter Anbieter auftreten zu können.